Home arrow Nigeria & Lagos arrow LAGOS

:: Your slogen::

 
 
Home
Über uns
Neuigkeiten
Reiseberichte
Fotogalerie
Nigeria & Lagos
Hope Eden Farm
Weblinks
Kontakt
Impressum
Das Wetter heute

LAGOS - Centre of Excellence PDF Print E-mail
Lagos liegt im Südwesten von Nigeria
Lagos ist die größte Stadt in Nigeria und war bis 1991 Hauptstadt. Mit 11,6 Mio Einwohnern (Berechnung 2007) gehört sie neben Kairo und Kinshasa zu den größten Städten Afrikas und der Welt. Lagos liegt im Südwesten Nigerias an der Küste des Golfs von Guinea nahe der Grenze zum Nachbarstaat Benin. Das heutige Stadtgebiet erstreckt sich über die drei Inseln Lagos Island, Victoria Island und Ikoyi sowie das sich anschließende Festland. Der Stadtteil Lekki ist in den letzten Jahren extrem gewachsen und entwickelt sich zum neuen Zentrum.
 
 
Lagos ist in 16 Local Government Areas (wie Stadtteile) eingeteilt. Die Bevölkerungsdichte ist in den einzelnen Gebieten sehr unterschiedlich:
 
 Durchschnitt    Gesamt-Lagos (alle Stadtteile)  
 8.000 Einwohner/km²
 Höchste Dichte  Stadtteil Ajeromi-Ifelodun  55.000 Einwohner/km²
 Niedrigste Dichte  
 Stadtteil Victoria Island  1.500 Einwohner/km²
 Zum Vergleich  Stuttgart  2.900 Einwohner/km²
Daten für Lagos sind Stand 03/2006, Stuttgart Stand 06/2007

Die relative Nähe zum Äquator macht sich durch ein feuchtheißes Tropenklima bemerkbar. Die durchschnittliche Höchsttemperatur von 30°C fast während des ganzen Jahres und eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 70% in der Trockenzeit (April-Okt.) und 85% in der Regenzeit (Nov.-März) ist nach entsprechender Eingewöhnung durchaus erträglich.

Lagos Island

Lagos ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes. Mit seinen 11,6 Millionen Einwohnern ist Lagos eine übervölkerte, quirlige, geschäftige, rastlose Menschenansammlung. Der ständige Zustrom aus dem Landesinnern und den Nachbarstaaten (Gastarbeiter) sowie Firmen und Geschäftsleute führte in den letzten Jahrzehnten zu einer planlosen Ausweitung der Wohnsiedlungen mit Elendsquartieren neben modernen Hochhäusern aus Glas und Beton.

Go Slow auf dem Oshodi Expressway in Apapa

Trotz eines modernen, teilweise von deutschen Baufirmen errichtetes Stadtautobahnnetzes mit zahlreichen Überführungen und Brücken über die Lagunen ist der Verkehr regelmäßig überlastet und bricht zusammen. Es kommt zum go-slow. Stundenlange Fahrtzeiten für die Beschäftigten zu und von ihren Arbeitsstätten in schäbigen und überfüllten Bussen sind durchaus normal. Die pressierten Autofahrer versuchen durch Ausnutzung jeder Lücke und unter souveräner Missachtung aller Verkehrsregeln mühsam Boden zu gewinnen. Der Go-slow, der zu verschiedenen Tageszeiten und an wechselnden Punkten auftritt ist die Stunde für das Heer der Straßenhändler aller Altersstufen. Auf diesem wandernden Supermarkt wird die Palette der Schmuggelgüter am Autofenster vorgeführt: Armbanduhren, Stereogeräte, Taschenrechner, Schuhe, Parfums, Autozubehör, in Zellophan gepackte Äpfel und vieles mehr. Setzt sich die Kolonne wieder in Bewegung wird der Handel im Laufschritt fortgesetzt.

Pitty Trader im Go Slow

An Verkehrsknotenpunkten und anderen neuralgischen Plätzen wie großen Bushaltestellen haben sich ständige Märkte gebildet. Das Warenangebot ist umfangreich und reichhaltig. Lautstarke afrikanische Musik aus voluminösen Lautsprechern hebt den ohnehin hohen Geräuschpegel, der durch den Verkehrslärm, ständiges Hupen, schreiende Kinder, zeternde Marktfrauen und marktschreierische Verkaufsaktionen verursacht wird, auf einem für das ungeübte Trommelfell beängstigenden Grad an. Darüberhinaus sorgen am Straßenrand angesiedelte Autowerkstätten, Friseure, Schuster, Zeitungsverkäufer usw.  für quirlige Geschäftigkeit. Man gewinnt fast den Eindruck, dass jeder Nigerianer ohne feste Anstellung ein Händler im Kleinen oder im Großen ist. Und in der Tat ist jedem Nigerianer der Drang, Handel zu treiben, angeboren. Es ist deshalb nicht überraschend, dass es trotz aller Misere kaum Bettler gibt.

   Lekki Markt

06g muell.jpg
Zum gewohnten Stadtbild gehört leider jegliche Art von Müll. Ausgediente, nicht mehr benötigte und unbrauchbare Dinge werden an Ort und Stelle stehen-, liegen- oder fallengelassen. Müllberge an den Straßenrändern werden in der Trockenzeit durch Verbrennen ab und an reduziert, in einzelnen Wohngebieten sorgt die Müllabfuhr in unregelmäßigen Abständen für Abhilfe. In der Regenzeit verwandeln sich die Müllberge in übel riechende, krankheitsfördernde Verwesungshaufen.


Das Fehlen bzw. der schlechte Zustand von Abwasserkanälen, die zumeist offen am Straßenrand verlaufen und gleichzeitig als Abfalleimer dienen, führen bei starken Regenfällen zu Überschwemmungen. Ganze Straßenzüge stehen dann knietief unter Wasser.


 
Der größte Umschlagplatz für Importe nach Nigeria sind die drei Hafenanlagen Lagos, Apapa und Tin Can Island. Exportiert werden in großem Umfang Erdnüsse, Baumwollwaren, Nutzholz, Kakao und Palmöl. Chemische Produkte, Maschinen, elektronische Geräte, Bier, Nahrungsmittel und Textilien werden in der Stadt hergestellt. Die Einnahmen aus dem Export von Erdöl haben zu einem allgemeinen Anstieg der Preise und Lebenshaltungskosten geführt, die Lagos zur teuersten Stadt Nigerias machen. Ende 2007 lagen die Mietpreise im Stadtteil Victoria Island bei bis zu 50.000 Euro pro Jahr  für eine 3-Zimmer-Wohnung. Trotz des Ölreichtums sind lange Warteschlangen wegen der Benzinknappheit an den Tankstellen des Landes keine Seltenheit. Wandel und Durchlässigkeit prägen das städtische Zusammenleben. Ein Zimmer wird von durchschnittlich vier Menschen bewohnt, und das Leben spielt sich vor allem auf den Straßen ab.

no money no friend

Trotz ihrer allgegenwärtigen Präsenz in den Städten und auf den Fernstraßen ist die Polizei für den Bürger und Reisenden kaum ein „Freund und Helfer“. Wegen der ständigen Behelligung an den zahllosen „Check Points“ genießt sie einen schlechten Ruf. Eine Hilfestellung kann kaum ohne vorheriges finanzielles Entgelt (dash) erwartet werden. Wie in vielen Großstädten gibt es auch in Lagos Kriminalität. Hauseinbrüche, Raubüberfälle, Autodiebstähle und vor allem Überfälle auf Autoinsassen (Raub von Geld, Handy, etc.) während der genannten go-slows vorwiegend in der Dämmerung bzw. Dunkelheit. Sicherheitshalber sollte man Fahrten in der Dunkelheit vermeiden, im Konvoi oder zu möglichst „staufreien“ Zeiten fahren. Wohngebiete (wie z.B. Beachland) oder einzelne Wohnhäuser werden in der Regel von privaten Sicherheitsfirmen bewacht.

Wenn es der Verkehr erlaubt, lohnt es sich, die Stadt etwas näher kennen zu lernen. Um Lagos und Afrika hautnah zu erfahren, sollte man es sich nicht entgehen lassen, in verschiedene Märkte „einzutauchen“ und das Angebot, den Handel, das Temperament, die Gerüche live zu erleben! Im Muson Center finden regelmäßig Konzerte statt, es gibt zwei Kinos und viele Restaurants und Bars. In den meisten Bars und Kneipen wird häufig Live-Musik gespielt. Wer einen Spaziergang im Grünen machen möchte, kann den Chevron-Park besichtigen, der verschiedene Flora und Fauna bietet, allerdings auch schon etwas heruntergekommen ist. Eindrucksvoll und lohnenswert ist eine Bootsfahrt durch die Lagunen von Lagos, am besten mit einem hier bekannten Bananaboats. Ein Highlight, wenn man in Lagos lebt, ist natürlich der Strand, der für viele am Wochenende auf dem Programm steht. Ob Eleko Beach, Taqua Beach oder private Strände, das rauschende Meer am Palmenstrand ist garantiert.

Eleko Beach   Strand bei Badagry

Lagos ist ein überdimensionierter Zerrspiegel des Landes und seiner Bewohner. Es ist eine Stadt der Widersprüche, wo der Reichtum der Wohlhabenden und das Massenelend in den Slums, hochmoderne Technik und vorindustrielles Handwerk in unmittelbarer Nachbarschaft anzutreffen sind. Es quillt über von Leben, wirkt abstoßend und anziehen zugleich!

Autokennzeichen von Lagos

LAGOS, CENTRE OF EXCELLENCE …

… wo Handwerker ohne Werkzeug kommen
… wo Wasser in Tüten und Erdnüsse in Flaschen verkauft wird
… wo sich Nichtschwimmer als Rettungsschwimmer bewerben
… wo sich der Schrottplatz für Autos auf der Straße befindet
… wo man beim Geldabheben in der Bank Falschgeld bekommt
… wo Reinigungskräfte ohne Wasser den Boden schrubben

… WO NICHTS UNMÖGLICH IST!

 
April 2008 
 

 
 
 
 

 
 
 
Template Homepage: Casino-Diamonds
E-mail: webmaster@casino-diamonds.com
© 2018 Andrea und Rainer Kurta
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.